Pretty Woman – und warum der Zeitgeist manchmal zu viel will

Rubrik: Zeitgeist / Meinung

Paar von hinten beim Zuschauen eines Polo-Spiels – Polospieler im Hintergrund

Was die Vogue-Autorin schreibt

Eine 24-jährige Vogue-Autorin sieht Pretty Woman zum ersten Mal. Ihr Blick ist – sagen wir – sehr 2025:

→ Der Film sei charmant, die Chemie zwischen Julia Roberts und Richard Gere „unverwechselbar“.

→ Gleichzeitig falle stark ins Gewicht, wie sehr der Plot auf Machtgefälle basiert: älterer reicher Mann, jüngere Frau in prekären Umständen.

→ Vivians eigene Geschichte bleibe flach, fast vollständig auf ihre Rolle als Begleiterin reduziert.

→ Der Shopping-Moment auf dem Rodeo Drive wirke heute zwiespältig: erst Unterdog-Triumph, dann Abhängigkeit durch die Kreditkarte des Millionärs.

→ Fazit der Autorin: Man kann den Film genießen – aber nicht ohne die gesellschaftlichen Schieflagen mitzudenken.

(Quelle: Vogue Deutschland – „Ich bin 24 und habe gerade zum ersten Mal Pretty Woman gesehen“.)

Und nun – ein leises Augenrollen meinerseits

Jedes Ding hat(te) seine Zeit.

Damals war damals – es erfüllte den Zeitgeist.

Und heute schaut man eben Filme, in denen man nicht einfach mal lachen kann, in denen man keine heimliche Schadenfreude empfindet, und in denen der erhobene Zeigefinger zum Requisit der neueren Filmgeschichte geworden ist.

Lasst mal die Kirche im Dorf (Weia… Kirche… böse…):

„Pretty Woman“ war genau so, wie sie sein wollte – ungeniert, unterhaltsam, mit Glamour- und Märchen-Versprechen.

Und das war gut so.

Nahaufnahme einer elegant gloved Hand mit Champagnerglas, im Hintergrund unscharf ein vorbeigehendes Pferd bei einem Polo-Event.

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Alle Fotos: KI

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