Tea Time bei Dorothea

Wie schön, dass uns Florentines Blog wieder zusammengebracht hat: Doro und ich haben uns über acht Jahre aus den Augen verloren, dabei haben wir dermaleinst gut und gerne zusammen gearbeitet. Und dann erhielt ich eine Einladung von ihr zu einer English Tea Time!

Dorothea – so ihr korrekter Name – war lange Jahre Benimm-Expertin, und hat u.a. Unternehmern gewisse Themen praktisch nahegebracht. Ich erinnere mich an einen witzigen Abend im Haus der Unternehmer, wo Dorothea vom Wirtschaftsclub gebucht wurde, zum Thema: Wie esse ich „schwierige“ Dinge korrekt? Dazu gehörten u.a. Hummer und Languste. Es war schon bemerkenswert, wie wir versucht haben, das arme Tier nochmal zu töten – so haben wir daran geübt.

Die hübsche Hortensie habe ich als Gastgeschenk mitgebracht.

Nette Geschichte dazu, am Rande:

Als ich noch junge Bauleiterin war, hatten wir ein Abschlußessen mit dem Auftraggeber und der Tiefbaufirma. Wir waren für den Hochbau, sprich den Stahlbau plus Ausbaugewerke zuständig. Mir gegenüber sass der Schachtmeister, also der Polier des Tiefbauers. Es gab Languste.

Da ich noch nie, schließlich war ich gerade mal 26 Jahre alt, Languste gegessen hatte, fragte ich einfach den Kellner, wie ich dieses Aktion denn bewerkstelligen könnte? „Da nehme Sie Sssange und GUUUUT festhalten, wenn Sie ssiehen.“ Was ich dann auch tat. Ich hielt das Tier fest, und mit der anderen Hand resp. dem „Griff“ zog ich am Tierchen. Und zog… Und plööötzlich… ZACK, riß das Langustentier sich los, hüpfte von meinem Teller – es hatte zuvor in einer zarten Soße gelegen – stolzte einmal in der Mitte des Tisches auf, und sprang sozusagen dem gegnerischen Polier auf den Teller.

Funkstille.

„Wollen Sie Ihre Languste wiederhaben? Sonst reiche ich Ihnen meine herüber.“

Es war einer der lustigsten Abende, den ich in meiner Bauzeit erlebt habe. Wie locker auf einmal alle miteinander plauderten, und das eine oder andere Dönneken erzählten.

Dorothea. Tea Time. In Düsseldorf, in Doros Küche. Doro hatte wunderbar eingedeckt, und vor allem einige wundervolle Kleinigkeiten – die es ja oft ausmachen – besorgt. Neben diversen Sandwiches gab es Scones mit clotted cream. Und unglaublich leckere kleine Cakes von Pure Pastry, einem Düsseldorfer StartUp. Göttlich, diese Pastries!

Dorothea hatte in ihrer großen Wohnküche für uns liebevoll eingedeckt, und es gab all´das, was zu einer original English Tea Time gehört. Inklusive einer Auswahl von drei gekühlten Champagnern plus einem leicht fruchtigen Cremant aus dem Elsaß. Für diesen habe ich mich dann entschieden.

In dieser Dose wurde ein leichter Darjeeling, First Flush, aufbewahrt. Er hatte zwei Minuten gezogen: Perfect!

Neben frischen Früchten gab es auch „Marmelade“. Diese musste ich mir anschließend sofort besorgen, schließlich geht nichts bei einem ausgiebigen Sunday Morning Breakfast über diese wunderbar leckere Orangen-Marmelade auf gebuttertem Toast.

Die Macarons, die Doro extra für mich – und natürlich, um unserer English Teatime einen französischen Touch zu verleihen – besorgt hatte: Danke dafür, meine Liebe! Das alles wiederholen wir, bitte. Und gerne revanchiere ich mich mit einem netten Champagner-Abend in der Vinothek, von der ich dir so vorgeschwärmt habe.

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